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Mit dem e-Bike

mehr Spaß am Fahren!

Deutschland entdeckt das e-Bike für sich
Für eine neue Mobilität
 

Längst haben Elektrofahrräder das Image des belächelten Fortbewegungsmittels von Senioren abgelegt. Elektroräder werden zusehends stylisher und sportlicher und sind aus dem Straßenbild kaum mehr weg zu denken. Ob auf dem Weg zur Arbeit ohne ins Schwitzen zu kommen, bei gemeinsamen Touren ohne den Anschluss zu verlieren oder beim Transport großer Lasten – die technische Entwicklung macht vor keinem Einsatz der motorgestützten Fahrräder halt. Elektroräder bieten auf kürzeren Strecken eine ernsthafte Alternative zum Auto. Doch welches e-Bike ist für welchen Einsatz geeignet? Welche unterschiedlichen Antriebsarten gibt es? Wir haben für euch ein paar Informationen rund um das Thema Elektrofahrrad zusammengestellt und versuchen, eure möglichen Fragen zu klären.

 

Was für e-Bikes gibt es?

 

Über Maximalgeschwindigkeit und Einsatzweise des Motors ergeben sich drei Kategorien von Elektrobikes:

„Pedelec“ steht für „Pedal Electric Cycle“ – übersetzt heißt das „elektrisches Fahrrad mit Pedal“ – und bezeichnet ein Fahrrad, das mit einem kleinen, leistungsstarken Elektromotor unterstützt wird, sobald du in die Pedale trittst (bis zu 250 Watt). Wenn du eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht hast, schaltet sich der Motor ab. Wer schneller fahren möchte, ist auf die eigene Körperkraft angewiesen oder auf ein abschüssiges Gelände. Laut Straßenverkehrsgesetz ist ein Pedelec dem Fahrrad gleich gesetzt. Du brauchst also weder eine Zulassung noch einen speziellen Führerschein für die Fahrt auf einem Pedelec. Nicht einmal das Tragen eines Helms ist vorgeschrieben - aber absolut ratsam. Das gilt auch für Pedelecs mit einer Anfahrhilfe bis 6 km/h. Pedelecs machen um die 95% des Marktes aus. Dennoch hat sich der Begriff „Pedelec“ beim Verbraucher nicht durchsetzen können, der Verbraucher spricht gerne allgemein von einem „e-Bike“. Auch wir werden weiterhin von einem Elektrorad oder e-Bike sprechen, um ein Fahrrad mit motorunterstützter Pedalkraft zu bezeichnen – auch wenn diese Verwendung nicht ganz korrekt ist.

 

Das e-Bike im ursprünglichen Sinn ist mit einem Elektromofa zu vergleichen und lässt sich mit Hilfe eines Elektroantriebs fahren, ohne dabei in die Pedale treten zu müssen. Abhängig von der jeweiligen Maximalgeschwindigkeit werden e-Bikes in verschiedene Stufen eingeteilt. Wird beispielsweise eine Geschwindigkeit von 20km/h nicht überschritten und hat der Motor eine Leistung von maximal 500 Watt, so gilt dieses Fahrzeug als Kleinkraftrad, oder Leicht-Mofa. Laut Gesetz brauchst du ein Versicherungs-Kennzeichen (Incl. Haftpflichtversicherung) sowie eine Betriebserlaubnis und mindestens einen Mofa-Führerschein zum Fahren eines e-Bikes. Daher spielen diese Fahrzeuge am Markt kaum eine Rolle. Achtung: Wir benutzen den Begriff „e-Bike“ in unseren weiteren Erklärungen als Oberbegriff für Fahrräder mit elektrischer Unterstützung, was auch Pedelecs beinhaltet.

 

Wer auf höhere Geschwindigkeiten steht, der sollte sich für ein S-Pedelec entscheiden. Das „S“ steht für „Speed“ und dieses Bike hält was es verspricht: Mit einer Motorleistung von 500 Watt wird die Geschwindigkeit dieses Bikes bis zu 45 km/h unterstützt. Somit gilt das S-Pedelec nicht mehr als Fahrrad, sondern als Leichtmofa oder Kleinkraftrad mit geringer Leistung. Um ein S-Pedelec fahren zu dürfen, brauchst du deshalb einen Führerschein (Klasse AM), eine Zulassung und ein kleines Versicherungskennzeichen (Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Haftpflichtversicherung).

 
Wo hat ein e-Bike seinen Motor?
 

Die Motoren am e-Bike werden prinzipiell durch ihre Antriebsart unterschieden und können entweder direkt das Rad antreiben oder die Pedale am Tretlager unterstützen.

Die meist verkauften e-Bikes haben ihren Motor in der Mitte, wo er den Fahrer direkt an der Kurbel am Tretlager unterstützt. Der tiefe und ausgeglichene Schwerpunkt sorgt für eine stabile Straßenlage und ein angenehmes Fahrgefühl. Der Mittelmotor überzeugt durch sein geringes Gewicht und einen sparsamen Verbrauch durch die direkte Kraftübertragung. Lediglich der starke Verschleiß von Kette und Ritzel sowie der etwas höhere Preis gelten als Nachteil der zentralen Antriebsart.

 

Der Nabenmotor ist direkt im Rad befestigt und treibt das Vorder- oder Hinterrad in der Nabe an. Der Motor überträgt die Kraft direkt auf das Rad, was zu einem hohen Wirkungsgrad führt. Es geht weniger Energie verloren, zudem arbeitet der Motor sehr leise.

Bei einem Heckantrieb führt das zusätzliche Gewicht auf dem Hinterrad zu einem sehr sportlichen Fahrgefühl. Das Gegenteil passiert bei einem Antrieb des Vorderrads: Die Lenkung wird durch das Gewicht und den Antriebszug schwerfälliger, bei nassem oder sandigem Untergrund kann das Rad durchdrehen. Nachteile eines Nabenmotors sind zusätzliche Kabel am Rad, um den Motor mit Strom zu versorgen, sowie ein erschwerter Reifenwechsel.

Bosch Motor
Bosch Motor
Bosch Motor
Was wiegt ein e-Bike?
 

Elektro-Bikes wiegen meist mehr als herkömmliche Fahrräder, das liegt hauptsächlich an Motor und Akku.

Pedelecs sind rund sechs bis zehn Kilogramm schwerer als vergleichbare konventionelle Fahrräder. Das genaue Gewicht variiert aber je nach Rahmenmaterial, Motor und Akku. Es gibt ultraleichte eRennräder mit Carbon-Rahmen, die unter zehn Kilogramm wiegen. E-MTBs kommen auf 15 bis 28 Kilo, praktische Faltfahrräder für Pendler wiegen um die 20 Kilo. Ein Standard-eBike kommt in der Regel auf ein Gewicht von 20 bis 25 Kilogramm inklusive Motor und Akku.

 

Elektro-Motoren beispielsweise von Bosch, dem meistverbauten Pedelec-Motor, wiegen zwischen drei und vier Kilogramm. Dazu kommt das Gewicht der Akkus. Die Akkus von Bosch eBike Systems wiegen beispielsweise zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Kilogramm.

Mit steigender Akku-Kapazität steigt auch das Gewicht. Ob ein eBike eher ein Leicht- oder Schwergewicht ist, hängt zudem stark vom Material des Rahmens ab. Stahl ist am schwersten, Carbon am leichtesten – dafür aber auch am teuersten und empfindlichsten.

Weitere Faktoren, die das eBike-Gewicht beeinflussen ist die Wahl der Komponenten. Bei modernen eBikes kommen meist Scheibenbremsen zum Einsatz, die etwas mehr Gewicht auf die Waage bringen als Felgenbremsen. Letztendlich spielt beim Fahren das Mehrgewicht deines e-Bikes durch die Motorunterstützung aber eher eine untergeordnete Rolle. Anders ist das, sobald du dein Fahrrad z.B. Treppen hochtragen willst oder zum Verladen heben musst. Dann freust du dich über jedes Gramm, das dein Bike weniger auf die Waage bringt.

 
Wie weit reicht mein Akku?
 

Wie weit du mit deinem vollgeladenen Akku fahren kannst, hängt von mehreren Faktoren ab. Da ist neben der Qualität deines Akkus auch die Effizienz deines Motors entscheidend, das Gelände, das du durchfahren möchtest, dein Körpergewicht, ob du Gepäck mitführst und natürlich auch dein Fahrverhalten und wie viel Motor-Zuschalten du mit welcher Unterstützungsstufe nutzt. Nicht zu unterschätzen ist immer auch dein Luftwiderstand. Du wirst also bei Gegenwind mit flatternden Kleidungsstücken und voluminösen Gepäckstücken deutlich früher deinen Akku laden müssen als nach einer Fahrt in enganliegender Sportkleidung.

 

E-Bike Akkus können unterschiedliche Kapazitäten haben. Mit einem 500 Wh Akku kommst du natürlich wesentlich weiter als mit einem 300 Wh Akku. Dabei bringst du allerdings auch mehr Gewicht auf die Waage.

Wenn du also dein Rad oft laden kannst, reicht dir ein kleinerer Akku. Für lange Strecken können bei manchen Systemen auch verschiedene Akkus kombiniert werden.

 

Die Angaben der Hersteller können bei diesem komplexen Thema also nur eine Richtlinie geben. Um dir einen Orientierungswert für die Reichweite deines Akkus zu liefern, stellt der e-Bike Motorenhersteller Bosch einen detailiertem Reichweitenassistenten auf seiner Website bereit. Abhängig von deinem eigenen Fahrverhalten, der Streckenart und der Bauweise deines e-Bikes kannst du hier einen Richtwert für die Reichweite deines Akkus erhalten.

UNSER TIPP: Die Reichweite eines Akkus hängt auch davon ab, wie du ihn pflegst: Lade deinen Akku immer in einer trockenen Umgebung und bei Raumtemperatur.

Vermeide Temperaturen unter -10° und über 60° Celsius. Bei längeren Lagerzeiten ist der optimale Ladezustand des Akkus bei 30% bis 60%. Komplett leere oder volle Ladezustände bedeuten für den Akku immer eine starke Belastung.

Setzte den Akku im Winter erst wenige Minuten vor deiner Fahrt in dein Bike ein und benutze eine Thermoschutzhülle bei Fahrten unter 0 Grad.

e-Citybike
e-MTB
e-Rennrad
Welches e-Bike passt zu welchem Einsatz?
 

E-Citybikes sind die idealen Begleiter in der Stadt. Vor allem auf kürzeren Strecken macht das eCitybike dem Auto echte Konkurrenz bei allen Fahrten des täglichen Bedarfs. Die aufrechte Sitzposition ist sehr komfortabel und auf dem Weg in die Arbeit kommt keiner ins Schwitzen. Das e-Citybike ist weniger auf hohe Geschwindigkeiten und sportliches Fahren ausgelegt als auf bequemen Fahrkomfort und gemütliche Spazierfahrten.

 

Auf einem e-Trekkingbike kannst du auch längere Strecken gut bewältigen. Die rückenfreundliche Sitzposition und die Ausstattung mit stabilem Gepäckträger und Schutzblechen lassen echte Reisestimmung aufkommen. Durch die stabile Rahmenkonstruktion und den Einsatz von hochwertigen Komponenten ist das e-Trekkingrad aber auch auf kurzen Strecken in der Stadt, auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen vielseitig einsetzbar.

 

E-Crossbikes sind die perfekte Mischung aus Mountainbike, Trekking- und Rennrad. Die sportlichen Räder eignen sich für flotte Fahrten durch die Stadt ebenso wie für Ausflüge über Land. Der Lenker ist gerade, die Sitzposition etwas sportlicher aber doch komfortabel.

 

Auch für eingefleischte Rennrad-und Gravel-Fans bringt der Einsatz eines unterstützenden Motors einen großen Mehrwert vor allem bei Straßen mit langem Anstieg. E-Rennräder sind echte Fliegengewichte unter den Pedelecs. Der integrierte Motor garantiert trotz bergiger Passagen vollen Fahrspaß. Durch eine feine Regulierung der Motorleistung kann das Training unabhängig von der Route individuell gestaltet werden.

 

Das e-Mountainbike unterscheidet sich wie beim MTB ohne Motor in Hardtails und Fullys. Das e-Hardtail mit gefederter Front und ungefedertem Hinterbau eröffnet dir bei schwierigem Anstieg im Gelände völlig neue Chancen. Diese sportliche MTB-Variante ist wartungsärmer als das vollgefederte Schwestermodell und wartet mit einem geringerem Gewicht auf.

Wenn du ein Fan von unwegsamen Gelände bist, liegst du mit einem e-Fully genau richtig. Dank motorisierter Unterstützung ist kein Weg mehr zu steil oder zu unwegsam. Dank einstellbarer Voll-Federung ist dir der maximale Fahrspaß in sportlich-komfortabler MTB-Position gewiss!

 

Die Fahrweise ist etwas gewöhnungsbedürftig beim Cargo e-Bike, doch der gewonnene Platz für Lasten jeglicher Art ermöglicht erfreuliche Unabhängigkeit vom Auto. Ob schwere Einkäufe, Gepäck, Kinder oder Haustiere – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dabei ist vom Gewicht bei der Fahrt kaum mehr etwas zu spüren, dank der Unterstützung des starken Elektromotors. Nur der Wendekreis ist recht groß und die Gewichtsverteilung ungewohnt, doch nach ein paar Übungsfahrten hast du den Kniff schnell heraus.

 

Den Schwerpunkt auf „praktisch“ legt auch das e-Kompaktrad sowie das e-Faltrad oder e-Klapprad. Diese kleinen Platzwunder lassen sich überall hin leicht mitnehmen, ob beim MVG in der Bahn, im Kofferraum deines Autos oder im Campingbus auf dem Weg in den Urlaub. Schnell aufgebaut bringen dich die kleinen Flitzer dank des zugeschalteten Motors überraschend flott auf den Weg. Der tiefe Schwerpunkt und die kleinen Laufräder sorgen für nicht vermuteten Fahrspaß.

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